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Pflege von Amphibienbiotopen
im Stadtwald Walldürn


Im Waldgebiet „Großer Wald“ im Bereich zwischen Glashofen und Walldürn wurden vor ca. 30 Jahren an vorhandenen Nassstellen oder oberflächlichen Wasserzuläufen kleinere Amphibienbiotope angelegt.
Zum damaligen Zeitpunkt lagen die Flächen wegen des 1984er Sturm großenteils kahl oder waren mit niedrigen Baumbeständen umgeben. Im Rahmen der ersten Waldbiotopkartierung wurde im Jahr 1993 der Zustand erstmals erfasst und seither zweimal aktualisiert.
Die Biotope haben eine wichtige Trittsteinfunktion im Rahmen des bestehenden Biotopnetzes. Der in der Umgebung brütende Schwarzstorch nutzt die Kleingewässer zur Nahrungssuche. Zahlreiche Amphibienarten wie Grasfrosch, Berg-und Teichmolche, Erdkröte sowie zahlreiche Libellenarten tummeln sich hier.


Durch Sukzession und Eintrag von organischem Material aus angrenzenden Baumbeständen sind die Biotope inzwischen stark verlandet und verlieren zunehmend ihre Funktion als Amphibienlaichstätten sowie als Lebensraum für andere wassergebundene Tierarten. Aus diesem Grund ist eine Entschlammung dringend erforderlich. Daneben sollen zusätzlich periodisch austrocknende Kleinstgewässer zur Förderung der Gelbbauchunke angelegt werden. Durch Rücknahme des angrenzenden Baumbestandes wird die Besonnung der Gewässer verbessert.
Die Durchführung der Baggermaßnahme findet vorzugsweise im Oktober statt. Die trockene Witterung und der niedrigen Wasserstand sind dabei sehr förderlich. Anfallendes Aushiebmaterial wird geländeangepasst vor Ort eingebaut. Die Gewässer liegen alle im betreuten Kommunalwald, von daher ist die weitere Kontrolle und Pflege durch das zuständige Forstpersonal sichergestellt.